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Rasse heißt Verwandschaft
(Henry Steyer)
Auch wenn sie nur begrenzt zurückverfolgt werden kann, ist die Abstammung jedes Menschen eindeutig gegeben und in ein Netz der Verwandschaft verflochten,
das sich in Zweige verdichtet und verästelt. Diese Zweige nennen wir Rassen
oder, was das Gleiche ist, nahe und ferne Verwandschaft oder leibliche Heimat,
und sie sind auch noch außerhalb von Zeit- und Raumbestimmung gegeben.
Mehrere Rassen bilden eine Nation, wenn sie untereinander näher sind als zu allen anderen. Staaten umfassen Rassen und können einander überschneiden oder einschließen. Ein Nationstaat umschließt eine Nation, die weitere Nationstaaten enthalten kann.

Ein Politiker handelt um seiner selbst oder um den Erhalt seiner Rasse willen, aber er wirkt im Kreise des Staates und muß den anderen Rassen, die ihm angehören, Rechenschaft ablegen. Jemanden wird vertreten, wenn er bevorzugt wird oder ein anderer benachteiligt, wenn dieses ihm zum Vorteil ist. Wo die Welt im Gleich-
gewicht steht, ist aber ersteres besser, denn wo Zwei streiten, profitiert der Dritte; darum gibt es Frieden. In einem Nationstaat sind zudem alle jedem die nächst-
möglichen Verwandten, was auf Dauer dem Gemeinsinn und so dem Frieden dient.

Ein Vielnationenstaat entsteht, wenn der Nationstaat so geändert wird, daß er einen Teil eines anderen Staates einschließt. Wenn eine Nation unter gleichen Umstände einen größeren Populationenzuwachs hat, wird sie versuchen, die zwei Staaten anzugleichen. Die andere ist auf eine doppelte staatliche Hoheit angewiesen.
Auch in diesem Zusammenhang ist der Grund in der ungleichen Attraktivität zwischen Individuen zweier verschiedener Rassen zu suchen. Die Politik ist stärker antipodisch. Begrenzung der Geburten und Befürwortung von Mischehen auf der einen, Unter-
stützung des Zuwachses und  der Erhaltung der verwandschaftlichen Homogenität
auf der anderen Seite. Die Botschaften werden je nach Publikum aufgeteilt oder dem manipulierten kulturellen Umfeld so angepaßt, daß sie entsprechend aufgenommen werden.

Der Politiker bedient sich der Kultur, um auf den Einzelnen psychisch oder physich einzuwirken. Er wird der Nation, die er vertritt, das mitteilen, was ihr Bestehen, also ihre Aussicht auf Nachkommenschaft  bekräftigt, während er beim anderen Gleiches, weil zugleich gefährlich und nebensächlich verurteilt. Zuerst sei nicht die Existenz der Rasse entscheidend, sondern die Art und Weise, wie sie betrachtet wird. Je nach Gegebenheit wird diese Anschauung dann als gutmütig oder bösartig gewertet,
in welchem Fall zwei Alternativen zur Sinngebung der Rasse angeboten werden.
Die Religiöse Anschauung ist, wenn das Geistige vom Körper getrennt angenommen wird und in einer göttlichen Ewigkeit weiterlebt. Die atheistische Anschauung ist,
daß die Prägung, die jeder durch sein Handeln der Kultur gibt, einen überdauert.
Sie setzt einen nicht wechselnden Lauf von Kultur und Geschichte voraus.

Zudem wird das Streben nach verwandschaftlichem Zusammenhalt auf Nationalismus oder Egalitarismus gelenkt. Der Nationalismus, in der Deutung eines entwurzeltes Nationalbewußtseins, verwechselt Staat und Nation und dient dem Zusammenhalt des Vielnationenstaates, der seine Widersprüche nach außen trägt, damit er nicht alleine ohne Zukunft ist. Er konstruiert seine Geschichte und trägt in sich den Bürgerkrieg, wo einander Fremde sich gegen Verwandte verbünden.

Der Egalitarismus gründet sich auf eine Metaphysik der Überwindung des Menschen durch die Vernuft. Die Vernunft kann aber die Ungleichheit nicht überwinden,
denn es bedarf dazu eines Vertrags. Einen Vertrag gehen zwei ein und stellt implizit einen Dritten in’s Abseits, der aber zugleich Zeuge und möglicher Partner im Falle eines Vertragsbruches ist. Wenn ein Vertrag mindestens drei Parteien fordert,
so kann er wiederrum nicht alle als einzelne Personnen gleichberechtigt einbinden,
weil Koalitionen, deren Sinn immer darin besteht, ihren Mitgliedern einen Vorteil zu verschaffen, nicht verhindert werden können, denn es gibt keinen Schiedsrichter mehr und wollte sich ein Einzelner denen entgegensetzen, wäre er im Nachteil schon zu dem, der sich heraushält. Zum Schluß gewinnt der, der ein anderer ist, als er scheint.

Es gibt keine Wahrheit, die Überleben heißt, denn es hieße, Mittel und Zweck vermischen. Wenn die Schönheit unserer Frauen Ausdruck ihres Überlebenswillens ist,
so nicht, weil wir ihnen unseren Gaben, sondern, weil wir sie erhalten wollten.

Es gibt keinen letzten Grund, sondern das Sein ist oder nicht. Wille, Vernunft und Treue, die Fähigkeit zum Ausgleich sind nur durch evolutionäre Prozesse zu verstehen, die einher gingen mit der Aufspaltung in Rassen, so daß all dieses dem Herdentier fremd ist. Sie sind an das  Angeborene gebunden und können durch Auslese verloren gehen, aber nicht immer von neuem gezüchtet werden. Wenn es eine letzte Rasse geben muß, dann wird sie sich verzehren und den Tod finden.
Was aber im endlichen Raum gilt, gilt nicht für die unendliche Weite, wo Entfer-
nungen nicht mehr überwunden werden können, denn dort, wo der Mensch in tausend Rassen aufgeht, für das tausendfache Sterben werden die, die nie gelogen haben, mit der Schönheit leben und mit ihnen alle Tiere und Pflanzen der Erde.

In einer Zeit, wo sich die weißen Rasse im demographischen Fall befindet und ihr anders als anderen keine Rückzugsmöglichkeit gegeben ist, wäre von den Kirchen Unterstützung zu erwarten, zumal sie auf dessen Boden gewachsen ist. Sie und ihre Verweltlichungen scheint ihnen eher alle Last der Welt aufzubürden und zugleich diejenigen, die um sie sorgen, allem Übel zu besichtigen, während sie bei anderen die Gnade jener leiblichen Heimat begreift oder sogar hervorhebt. An ihnen wird anhand eines Friedens gemessen, das aus Utopien und ein Heute ohne Morgen besteht. Dieser Frieden ist nicht der ihre.

Vielleich kommt es aber ihrer Art doch gelegen, daß sie ihre Rasse, wo sie keine Vergangenheit mehr haben sollen, mehr mittels des Verstandes und Beispiele aus der Natur an sich nehmen. Wenn sie dann in den Zügen eines Kindes ihre Geschichte lesen, wissen sie, daß auch manche Erinnerungen unauslöschlich sind, und daß die Hoffnung auf die Wiedergeburt ihres Glaubens nie verloren gehen kann. In dem Buch muß es anders gestanden haben. In der langen Kette der Geburten ist es ihnen eben nicht gegeben, ihr Glied zu brechen und der Welt ihren Sinn zu nehmen.
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