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Carlos Dufour
In Sachen Brinkmann

Auf der Netzseite gesamtrechts.info wurde am 21. April ein „Gespräch über die
deutsche Rechte“ mit Herrn Brinkmann wiedergegeben. Brinkmann nimmt dabei Bezug zu einem von mir verfaßten Artikel, ohne allerdings meinen Namen zu nennen, was mich zu nachfolgender Ergänzung veranlaßt, um den Leser über einige ausgeblendete Details in Kenntnis zu setzen.

Anfang 2007 wurde, ohne mich zu fragen, mein Name im Direktorium einer „Kontinent Europa Stiftung“ (KES) angeführt, was von Anfang an unseriös war ― aber manchen Freunden zuliebe habe ich nicht sofort protestiert. Als allmählich mehr Details über den Verein bekannt wurden, schrieb ich seinem Leiter, Dr. G. Sudholt, daß ich beim besten Willen die KES-Gruppe nicht als eine wissenschaftlich-kulturelle Stiftung anerkennen darf.

Als Herr Sudholt mir trotzdem anbot, das erste Buch der KES zu übersetzen, prüfte ich zunächst den Text. Ich war erstaunt: es handelte sich um ein lächerlich-infames Werk, dessen Autor nur unter Pseudonym auftrat. Daher erklärte ich Sudholt schriftlich (7.11.07), warum diese Aufgabe für jeden nationalen Menschen unzumutbar wäre und stellte ihm unbequeme Fragen, die unbeantwortet blieben. Mehrmals bat ich Herrn Molau vergeblich, sich von diesem philosemitischen Mischmasch zu distanzieren. Herr Brinkmann —
immerhin Gründer und Sponsor der KES ― lehnte es ab, mich in Schweden zu empfangen, um eine Lösung der Angelegenheit zu besprechen. Er behauptete damals (vermutlich wahrheitsgemäß), das Buch nicht gelesen zu haben. Aber er hätte es tun sollen, um seine eigenen heutigen Positionen richtig einzuschätzen. In diesem stupiden Werk war das Drehbuch für die Pro-Köln u.ä. modernisierende Bestrebungen enthalten.

Existiert die KES überhaupt? In dem mir vorliegenden Austrittschreiben von Sudholt (25. Juni 2008), sprach dieser nicht nur davon, daß die KES bis zum damaligen Tage keine Stiftung wäre, sondern auch, daß dies aus Geldgründen scheiterte.
Gibt KES die Identität ihrer Mitglieder wahrheitsgemäß an? Auf den Namen Pierre Krebs mußte sie endlich zähneknirschend verzichten. Auf der KES-Internetseite erscheint noch der Name von Prof. Dr. Vial – der Autor „Brinkmann“ versuchte gestern, sich auf ihn zu berufen. Aber Prof. Vial schrieb mir heute: „Lieber Freund, ich habe Herrn Brinkmann am 5. März einen Brief geschickt, in dem ich ihn daran erinnere, daß ich kein Mitglied der
KES mehr sein will, und infolgedessen ihm verbiete, meinen Namen zu verwenden.“
 
Noch Fragen?

Die Tatsachen lehren, daß es sich nicht lediglich um ein Buch oder um mehr oder
weniger begrenzte Episoden eines Vereins handelte. In diesem Sinn sind die Beiträge über die „Israel Connection“ in Volk in Bewegung 1-2009 zu verstehen, besonders jener von
Dr. R. Hennig, und der von mir verfaßte Beitrag „Feindliche Übernahme? Die europäische Rechte und die ›Israel-Connection‹“. (http://volk-in-bewegung.de/)

Es gab heftige Reaktionen von verschiedenen Seiten, aber noch keine inhaltlichen Einwände — auch nicht von einem Herrn Brinkmann. Gerade er bestätigt mit seinen letzten Erklärungen jene Analysen und Hypothesen bezüglich der ›Israel Connection‹. Tele-
grammartig zusammengefaßt meinen wir dies: zionistische Kräfte versuchen in ganz Europa, Einfluß auf nationale Gruppierungen auszuüben, damit sie ideologisch abrüsten
und sich zugleich auf die Islambekämpfung beschränken; als Gegenleistung stellen sie eine wohlwollende Berichterstattung in den Medien in Aussicht, was den Weg zu Wahlerfolgen ebnen könnte. Die neuerdings oft erwähnte „Politikfähigkeit“ eben.

Was ist da falsch, Herr Brinkmann?

Da Herr Brinkmann anscheinend allzu laut Positionen vertritt, die den meinen entgegengesetzt sind, und ein unabhängiger Kopf sein soll, fordere ich ihn hiermit auf, einen öffentlichen Disput mit mir zu führen.

Zumal der schwerwiegende, unangenehme Verdacht besteht, daß Herr Brinkmann nur eine Bauchrednerpuppe ist, muß ich allerdings in beiderseitigem Interesse vier Bedin-
gungen für die Diskussion stellen:

   das Streitgespräch wird mündlich geführt;
◊  es wird nichts vorgelesen, auch keine vorbereiteten Notizen;
◊  es wird von den Organisatoren sichergestellt, daß keine versteckten Kopfhörer
verwendet werden
◊  und es soll für eine angemessene Umgebung gesorgt sein.

Der Disput würde jedem etwas geben. Herr Brinkmann könnte allen beweisen, daß er wirklich ein „unabhängiger Kopf“ ist, nicht einfach ein Geldgeber mit Geltungssucht,
wie viele denken; er könnte auch klar und deutlich meine Fehler, falls vorhanden, widerlegen.

Meinerseits würde ich der Philosophie wieder einmal Treue erweisen. Ja, die Liebe zur Wahrheit hat als Gegenpol den Haß gegen Falschheit und Lüge. Mit den Worten meines verehrten Schopenhauers: was nicht ist, soll auch nicht scheinen!

Sind Sie einverstanden, Herr Brinkmann?


Dr. phil. Carlos Dufour
München 23. April 2009
 
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